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Die dunklen Augen des Waldes

Der Buhlbachsee liegt am obersten Talschluss des Buhlbachs, ca. 5 km südwestlich von Obertal.http://www.schwarzwaldplus.de/uploads/tx_iccontentelements/gridgalleryimages/big/Buhlbachsee_Moos2.jpg
Der Buhlbachsee liegt am obersten Talschluss des Buhlbachs, ca. 5 km südwestlich von Obertal.
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Nach starken Regenfällen wird manches Rinnsal zum kleinen Wasserfall.
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Die dunklen Augen des Schwarzwaldes nennt man die Karseen, von denen es in Baierbronn etliche zu bestaunen gibt.
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Es duftet so schön nach feuchter Erde. Mit der richtigen Kleidung macht auch eine Regenwanderung viel Spass.
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Den Blick auf den Huzenbacher See muss man sich erarbeiten, aber der Aufstieg lohnt sich!

Das Tor zur Unterwelt

Sie sind unergründlich tief und gelten als Tor zur Unterwelt. Den Seen des Schwarzwaldes werden magische Kräfte zugeschrieben. Wehe dem, der die Ruhe des Sees stört. Eine literarische Spurensuche zu den geheimnisvollen Seen. 

Selbst im hellsten Sonnenlicht sind sie mysteriös, dunkel und unergründlich. Kein Wunder, dass sie in alten Volkssagen als Tor zur Unterwelt beschrieben werden. Niemand traute sich in die Nähe der Karseen, denn dort lebten allerlei Waldgeister, Nymphen und Elfen. Wer die Ruhe des Sees störte, beschwor furchtbare Unwetter herauf oder wurde gar vom Wasser verschlungen. 

Gemeinsam mit dem Literaturexperten Wolfgang Tischer von literaturcafe.de bin ich unterwegs zum Wildsee im Nationalpark Schwarzwald. Ein enger Fußpfad führt steil abwärts, „Nur für trittsichere Wanderer“ warnt ein Schild. Wir steigen vorsichtig über meterhohe Felskanten, zwängen uns über oder unter Baumstämme, die den Weg blockieren. Plötzlich hallt ein Donnergrollen durch den Talkessel. „Da hat wohl jemand einen Stein in den See geworfen,“ mutmaßt Tischer augenzwinkernd. Wer Steine in den See wirft – so besagt es der Volksglaube – löst ein böses Unwetter aus. Die Steine verstopfen den unterirdischen Zugang zu den Untiefen erzählt Tischer. „Deshalb sind die Seewesen zornig und schmeißen die Steine wieder zurück.“ Den Sagen nach sind die Seen durch ein unterirdisches Höhlensystem miteinander verbunden, die bis ins Meer münden. 

Die Magie des Sees

Auf uns prasseln keine Steine, aber fette Regentropfen herab. Als wir die Talsenke erreichen, wird uns die Kraft der Natur eindrücklich vor Augen gemalt. Vor rund 12.000 Jahren hat sich ein Gletscher durch das obere Schönmünztal gefressen und die zwölf Meter tiefe Mulde herausgeschabt. Um den See fällt die Karwand 100 Meter schroff ab, der See ist wie abgeschnitten von der übrigen Welt. Still ist es, geradezu unheimlich. Nur das rhythmische „Plopp, Plopp“ der Regentropfen ist zu hören. Nebelschleier ziehen gespenstisch über dem See, formen sich zu kleinen Wirbeln, lösen sich auf, um sich an anderer Stelle neu zu bilden. Oder sind es doch Elfen, die über das Wasser tanzen? „Eigentlich ist das Wetter ideal für unsere literarische Expedition“, lacht Tischer. „So bekommen wir den richtigen Eindruck von der Magie des Sees.“ 

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Wassergeister am Mummelsee

Kurz vor Einbruch der Dämmerung erreichen wir den Mummelsee. Er liegt vor uns wie ein Nebelmeer. „Die Wasser, wie lieblich sie brennen und glühn! Sie spielen in gründendem Feuer; Es geisten die Nebel am Ufer dahin, zum Meere verzieht sich der Weiher – nur still! Ob dort sich nichts rühren will?“, zitiert Wolfgang Tischer das Gedicht von Eduard Mörike.

Tischer erzählt mir eine schaurige Sage, die sich hier zugetragen haben soll: Allabendlich fanden sich drei Jungfrauen zu einer Gesellschaft zum Spinnen am See ein – und verschwanden dann immer auf den Glockenschlag genau. Sehr angetan davon war ein junger Mann, der gerne mehr Zeit mit den Schönheiten verbringen wollte und daher einfach die Uhr eine Stunde zurückstellte – eine List mit fatalen Folgen: Am nächsten Morgen trieben Blutflecken auf dem See. Der Vater der drei Jungfrauen, der König des Sees, hatte seine Töchter für ihren Ungehorsam gerichtet!

Geheimnisvoll und Rätselhaft

Dichte Schleier umhüllen die Tannen am Seeufer wie Seidentücher. Wir kommen uns vor wie in einem Zauberwald, beäugt von stummen Riesen. Es sind bizarr geformte Bäume und Äste, doch wir hätten schwören können, sie flüsterten sich zu.
Der Schwarzwald ist geheimnisvoll und rätselhaft. Wie haben sich einst die Menschen zurechtgefunden, als es noch keine Straßen, Wege und Schilder gab? Als der „Silva Nigra“, der finstere Wald, wie ihn die Römer nannten, so dunkel war, dass man die Hand vor Augen nicht sehen konnte und sich keiner in die Wälder hineinwagte, weil dort Hexen und Teufel wohnten? Wälder, in denen sich dunkle Gewässer verbargen, gierige Augen, die dich anglotzten, als wollten sie dich auf der Stelle verschlingen.

Auch wir werden angeglotzt oder eher: mitleidig beäugt. In der Darmstädter Hütte, in der wir, triefend nass, unsere Regenjacken von uns streifen. Bei dem Wetter will keiner draußen unterwegs sein. Wir freuen uns über den dampfenden Linseneintopf von Hüttenwirtin Christel Trayer und ziehen gestärkt Richtung Mummelsee von dannen. Der Grindenpfad ist zu einem Bach geworden. Wir stapfen durch Nebel und Pfützen als wären wir Figuren in einem Schauerroman.

Unterwegs im Murgtal

Es ist ein Stück Schwarzwald, das entdeckt werden will. Versteckt, rau, wild, eine Welt zwischen Fels und Wald, Berg und Tal. Wohl kaum ein anderes Tal verändert sich in seinem Verlauf so drastisch wie das Tal der Murg.

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